Die Alpen liegen trocken. Diese Saison läuft nichts so richtig. Nicht ganz! Am letzten Wochenende war im Piemont Land unter angesagt. Schon beim Aufladen in München begann es leicht zu tröpfeln; auf der fünfstündigen Fahrt in Richtung Val Sesia stieg die Vorfreude mit jedem Tropfen Regen. Die letzten Kilometer hoch ins Tal ziehen sich ewig hin, doch ein randvoller Bach entlohnt doch für einiges.
Angekommen hieß es bei einem satten Pegel von 135cm ab auf die Sesia. Gestartet sind wir direkt unterhalb vom Mollia Rapid, von 0 auf 100 in wenigen Sekunden. Die Sesia schoss mit lautem Getöse direkt ins erste Rapid. Flo ist kurz aufgemischt worden, konnte schlimmeres jedoch noch verhindern. Mit Vollgas ging es dann Richtung Piode Fall und weiter Richtung Ausstieg. Einfach herrlich, Walze an Walze. Das perfekte Terrain für den Remix.
Am Tag drauf stieg der Pegel weiter auf 155 cm, einen Tag später waren wir dann schon bei 233 cm. Bei 233 cm wollte allerdings keiner mehr von uns auf die Sesia, sondern eher auf die kleineren Bäche wie Sorba und Sermentino.
Johannes Simmer auf der Sorba
Die Sorba und die Gronda zeigten sich bei einem wunderbaren Pegel. Die Sorba Slides waren der reinste Genuss. Besonders spektakulär sah die letzte Kombi im Ort Rassa aus. Slide – Loch – Drop – Slide – Loch…fantastisch.
Triple-Kombo der Sorba
Markus Nitzke in der Triple-Kombo der Sorba
Max in den Sorba Slides
Zu guter letzt haben wir uns dann noch den Sermentino gegönnt. Der kleine Creek im Sermenza-Tal hatte einen wunderbaren Pegel, sodass man alle Stellen ohne nur ansatzweise den Grund zu berühren fahren konnte.
Max on Sermentino
Der Plan für den letzten Tag war dann zur Strona zu fahren. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass einfach mal zuviel Wasser drauf ist. Wie zuviel? 2011? Gibt es das? Ja, leider schon. Auch am Folgetag am San Bernadino war es leider ein wenig viel…über das Wehr am Ausstieg liefen mal geschmeidige 20-30cm Wasser…normalerweise kann man über die Wehrkante laufen. Also wieder ein Tag ohne Paddeln. 2011, ein verhextes Jahr.
Servus,
Max





